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Stadt Frechen

Absackung der Rasenfläche in der Hubert-Prott-Straße Ecke Fürstenbergstraße Abschlussmaßnahmen werden durchgeführt

Im Rahmen des Starkregenereignisses im Juli dieses Jahres, kam es in Bachem an der Hubert-Prott-Straße Ecke Fürstenbergstraße im Bereich zwischen Spielplatz und Kriegerdenkmal zu einer Absackung in der Rasenfläche.

Nach der ersten Ursachenprüfung vor Ort, unter anderem um Schäden im Kanalbereich auszuschließen, und Recherchen im Archiv der Stadt Frechen wurde die Ursache höchstwahrscheinlich im Nachsacken -aufgrund der großen Wassermengen - des Luftschutzstollens vermutet, der in 11 Metern Tiefe in diesem Bereich existierte. Während des 2. Weltkriegs haben sich in Frechen mehrere sogenannte Bunkergemeinschaften gebildet und in privater Initiative und Eigenregie Luftschutzstollen für die Bewohner bestimmter Straßen beziehungsweise Häuser errichtet. Auch im Bereich der öffentlichen Grünfläche befand sich eine solche Anlage, die mit Eingang der Hubert-Prott-Straße quer über die Grünfläche mit Ausgang an der Fürstenbergstraße reichte. Nach sofortiger weiträumiger Absperrung des Bereichs wurde ein Bodengutachter mit der Sondierung der Absackung beauftragt. Bei dieser wurde ein tieferliegender Hohlraum festgestellt, der durch eine zirka 5 Meter tiefe Grabung teilweise freigelegt wurde. Aufgrund des Erkenntnisgewinns dieser Grabung wurden weitere Sondierungen und an einer weiteren auffälligen Stelle eine weitere Grabung bis auf zirka 8 Metern Tiefe erforderlich.

Inzwischen liegt ein abschließender Bericht des Bodengutachters vor, in dem sämtliche gewonnenen Informationen und Erkenntnisse zusammengefasst und ausgewertet wurden. Demnach lässt sich die Lage des ehemaligen Luftschutzstollens und der Eingänge relativ genau eingrenzen. Über der Struktur wurde bei den Sondierungen sehr locker gelagertes Material in wechselnden Tiefen festgestellt. Es wird vermutet, dass der Luftschutzstollen eingestürzt ist und dadurch im darüber liegenden Material lockere Strukturen und Hohlräume entstanden sind, die jederzeit bei Wassereintritt nachsacken können, wie es bereits an einer Stelle durch das Starkregenereignis erfolgt ist. Ein Hohlraum im Bereich des Abganges wurde bereits mit aushärtenden Material verfüllt und die Oberfläche wieder geschlossen. Nach Auffassung des Bodengutachters erscheint es für den eigentlichen Stollen sinnvoll, diese Nachsackungen im Rahmen einer weiteren Grabungsmaßnahme kontrolliert zu provozieren und damit die Gefährdungslage zu entschärfen. Ein entsprechender Auftrag hierzu wurde bereits erteilt. Die Arbeiten werden baldmöglichst durchgeführt. Danach kann das Gelände wiederhergestellt, die Absperrung entfernt und der Spielplatz wieder freigegeben werden.

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