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Stadt Frechen

Strukturwandel: Frechener Projektvorschlag für Innovationszentrum nimmt eine entscheidende Hürde

„Alles richtig gemacht“, freut sich Bürgermeisterin Susanne Stupp über die aktuelle Meldung der Zukunftsagentur Rheinisches Revier.

„Wie wir jetzt wissen, liegt neben der Unterstützung des Handwerks auch die Errichtung eines Innovationszentrums nicht nur im Interesse der Stadt Frechen, sondern auch im Interesse des gesamten Rheinischen Reviers“, sagt Bürgermeisterin Susanne Stupp.

Das in der Stadtverwaltung Frechen in Kooperation mit RWE und der Wirtschaftsförderung Rhein-Erft erarbeitete Konzept für die Entwicklung eines Handwerkerhofs mit einem Innovationszentrum Handwerk hat einen wichtigen Meilenstein genommen: Das Frechener Konzept, das mit dem Titel „HW@HW“ im direkten Zusammenhang mit dem Strukturwandel im Rheinischen Revier verknüpft ist, wurde bewertet und mit einem Stern versehen.
Im Schreiben an Bürgermeisterin Susanne Stupp formuliert es Ralph Sterck als Geschäftsführer der Zukunftsagentur Rheinisches Revier so: „Ich freue mich, Ihnen mitteilen zu dürfen, dass das von Ihnen im Rahmen des Starterpakets Kernrevier als prioritär benannte Projekt ‚HW@HW‘ den ‚ersten Stern‘ als ‚Gute Projektidee zur Weiterentwicklung durch die Kommune mit Unterstützung des Landes‘ erhalten hat.“
Der erste Stern wird nach Angaben der Zukunftsagentur Rheinisches Revier für Projekte vergeben, die den Zielen des Strukturwandels dienen und substanzielles Potenzial für eine weitere Qualifizierung aufweisen. Im weiteren Verfahren wird die Frechener Projektskizze zunächst durch ein weiteres Qualifizierungsverfahren gehen, um die Projektinhalte detaillierter zu zeichnen.

Im weiteren Verfahren im so genannten „Starterpaket Kernrevier“ soll das Frechener Projekt nun den zweiten Stern als „Tragfähiges Projektvorhaben“ bekommen. Dadurch wäre eine Empfehlung des Aufsichtsrates der Zukunftsagentur sicher, damit ein Fördermittelantrag bei der Bundes- oder Landesregierung gestellt werden kann.
Details zum Projektvorhaben „HW@HW“: Der durch den Braunkohleausstieg bedingte Strukturwandel stellt auch die Branche des Handwerks vor eine unmittelbare Betroffenheit und neue Herausforderungen. Für die bis 2038 bei der Hauptwerkstatt in Frechen-Grefrath gebundenen Handwerkskapazitäten soll nach dem sukzessiven Ausstieg aus der Braunkohleförderung Ersatz geschaffen werden. Ein zentraler Baustein, neben der Schaffung neuer Arbeitsplätze, ist die (Weiter-)Qualifizierung von Tätigen im handwerklichen Bereich. Insbesondere die immer weiter voranschreitende Digitalisierung mit neuen Möglichkeiten erfordert auch vom Handwerk eine kontinuierliche Anpassung an die technischen Weiterentwicklungen und die Anforderungen des Marktes. So erhielt die Wirtschaftsförderung der Stadt Frechen aus dem lokalen Handwerk beispielsweise eine Anfrage nach einer zirka 1 Hektar großen Fläche zur Errichtung eines Handwerkerhofes. Und an diesen möglichen Handwerkerhof könnte nach den Vorstellungen der Frechener Bürgermeisterin ein sogenanntes „Innovationszentrum Handwerk“ (IZH) in räumlicher Verbindung gebaut werden.
Das Innovationszentrum beinhaltet dann verschiedene Funktionen, wie Schulungen, Weiterbildung, Ausbildung und auch Weiterqualifizierungen von Handwerkerinnen und Handwerkern sowie Technikerinnen und Techniker. Zudem könnte auch eine Sensibilisierung zum Thema Selbstständigkeit erfolgen. Hierzu gäbe es dann ein allgemein zugängliches Innovationslabor Handwerk („Innovationlab“) mit verschiedenen Plattformen.
Um dem Handwerk neuen Raum zu geben, werden in Frechen Flächen gesucht. Und als vordringlicher möglicher Standort für den Handwerkerhof kommt zurzeit eine Fläche in Frechen-Habbelrath an der Hauptwerkstatt in Betracht: Dort besitzt die RWE Power AG, südlich der Dürener Straße, eine zirka 8 Hektar große, nicht betriebsnotwendige Fläche. Die Fläche unterliegt aktuell dem Bergrecht und ist im Flächennutzungsplan als gewerbliche Baufläche dargestellt.
Der Standort der Hauptwerkstatt eignet sich sowohl geografisch, als auch thematisch als Handwerksstandort mit Tradition.

Am ersten Qualifizierungsverfahren waren neben der Zukunftsagentur auch die relevanten Ressorts der Landesregierung, der Bezirksregierung Köln und weitere Sachverständige beteiligt.

Die konkreten Maßnahmen zum Innovationszentrum Handwerk sehen in weiteren Schritten unter anderem die Erstellung einer Machbarkeitsstudie im Hinblick auf Funktions- und Nutzungsbedarfe des Innovationszentrums Handwerk sowie die Erstellung eines wirtschaftlich tragfähigen Betreiberkonzeptes für das Innovationszentrum vor.

Erläuterungen und Hinweise

Bildnachweise

  • Projektskizze mit Erlaubnis von RWE.

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