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Stadt Frechen

Landesweiter Sirenenwarntag

Der landesweite „Warntag“ findet am Donnerstag, 11. März 2021 statt. Hierbei werden in NRW die so genannten „Warnmittel“ getestet. Im Rhein-Erft-Kreis werden in acht Städten: Wesseling, Brühl, Hürth, Erftstadt, Pulheim, Bergheim, Bedburg und Elsdorf die Sirenen ausgelöst.

Kerpen und Frechen verfügen nicht über Warnsirenen, hier werden mobile Warnfahrzeuge eingesetzt. In Frechen wird ein Einsatz der Fahrzeuge am Donnerstag allerdings nicht erfolgen. 

In den vergangenen Jahren kam es nach den Warntagen regelmäßig zu Nachfragen aus der Bevölkerung, warum in Frechen keine Sirenen zu hören waren. 

Der Schutz der Bevölkerung vor Gefahren durch Brände, Unfälle und Naturkatastrophen ist eine gemeinsame Aufgabe des Landes NRW, der Kreise und der Kommunen. Eine wesentliche Rolle spielen hierbei die Möglichkeiten zur Warnung und Information der Bevölkerung. Hierzu haben Bund und Länder unter anderem ein bundesweites „modulares Warnsystem“ (kurz: MOWAS) aufgebaut und die Notfall-Informations- und Nachrichten-App des Bundes mit dem Titel „NINA“ eingeführt. Die Kreise und Kommunen ergänzen diese Systeme im Bedarfsfall durch Sirenen, Warnfahrzeuge, Internetpräsenz, Presse- und Radioinformationen und Soziale Medien. 

Frechen hat keine stationären Sirenen, da diese insbesondre dort notwendig sind, wo die örtlichen Gefahren im Notfall großflächig ein ganz spezielles Verhalten der Bevölkerung erfordern. Beispielsweise Brände oder Explosionen in einem Chemiewerk, Deichbrüche in Überflutungsflächen oder Störfällen in Atomkraftwerken. Der Bund unterstützt Sirenen zum Zivilschutz, also Schutz bei kriegerischen Auseinandersetzungen.

Unterhalb dieser Katastrophen macht die Warnung der Bevölkerung bei Großbränden, Chemieunfällen auf Verkehrswegen oder sonstigen Störungen der öffentlichen Sicherheit ein gezielteres Vorgehen erforderlich. Bei Feuerwehreinsätzen entscheidet die Feuerwehreinsatzleitung, nach der Bewertung konkreter Gefahrenlagen vor Ort, welche Verhaltensmaßnahmen der Bevölkerung zur schnellen Gefahrenabwehr notwendig sind. Das können im Einzelfall Räumungsmaßnahmen oder Schutzmaßnahmen vor Brandrauch (Schließen von Fenster und Türen, Abschalten von Klimaanlagen) oder Luftverunreinigungen sein.

Um diese gezielten Informationen schnell und effizient an die Menschen weiterzuleiten, setzen die Feuerwehren in NRW die Warn-App „NINA“ ein. Die Feuerwehr Frechen unterstützt dies lokal durch Radiodurchsagen, Information an Onlineredaktionen, Lautsprecherfahrzeuge und mobile Sirenen. Weitergehende Informationen können dann auch auf der Internetseite der Stadt Frechen abgefragt werden.


Hintergrund

Die Stadt Frechen verfügt über keine stationären Sirenen. Das landes- und bundeseigene Sirenennetz wurde Anfang der 90-er Jahre, nach Wegfall der „Bedrohungslage Ost“, aufgegeben. Teilweise wurden die alten Sirenen weiterhin für die Alarmierung der Feuerwehr genutzt. Dies war für Frechen jedoch nicht erforderlich, da in unserer Stadt bereit unmittelbar nach dem 2. Weltkrieg die Feuerwehr über drahtgebundene und später über funktechnische Mittel alarmiert wurde.

In den anderen Städten werden weitestgehend die Sirenen, die auch zur Alarmierung der Feuerwehr genutzt werden, für den aktuellen Zweck eingesetzt. Auch haben einige Städte in der Nähe von Störfallbetrieben ein neues Sirenennetz aufgebaut. Da der Aufbau eines neues Sirenennetzes sehr kostenintensiv und zeitaufwändig ist hat sich die Stadt Frechen entschieden auf mobile Sirenen auszuweichen. Es wurden bisher 5 dieser Warnsirenen beschafft. Diese werden bei Bedarf mit vorgefertigten Warntexten ausgestattet und können mittels Magnetalterung schnell auf einem Fahrzeug montiert werden.

Diese Fahrzeuge fahren dann lageabhängig das zur Warnung vorgesehene Gebiet ab. Durch diese Art der Warnung werden ausschließlich die betroffenen Bürgerinnen und Bürger gewarnt und eine Verunsicherung der nicht Betroffenen verhindert. Außerdem kann neben dem Warnton auch wie bereits beschrieben ein vorgefertigter Warntext oder individuelle eingesprochener Text verwendet werden. Auch dies führt für mehr Sicherheitsgefühl in der Bevölkerung im Gegensatz zum reinen Warnton.

Erläuterungen und Hinweise

Bildnachweise

  • Stadt Frechen
  • Stadt Frechen, Thorsten Friedmann

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